Ein Hochzeitsvideo hält Momente fest, die nie wiederkommen. Damit am grossen Tag nichts dem Zufall überlassen wird, brauchst du eine klare Struktur. Diese Checkliste zeigt dir die wichtigsten Punkte – einfach erklärt, für Paare und Videografen.
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1Vor dem Hochzeitstag
Ein gutes Video entsteht im Kopf, bevor die Kamera läuft. Klärt diese Punkte unbedingt im Voraus, um Stress am großen Tag zu vermeiden.
Ablaufplan (Timeline)
Wann passiert was? Wo muss der Videograf stehen?
Lichtverhältnisse prüfen
Wie ist das Licht in der Kirche/Standesamt? Dunkelheit ist der Feind.
Must-Have Shots
Schreibt auf, was auf keinen Fall fehlen darf (z.B. Oma, Ringtausch).
Technik-Check
Akkus geladen? Speicherkarten leer? Backup-Kamera dabei?
2Das richtige Equipment für hochwertige Aufnahmen
Profi-Look braucht Profi-Gear. Aber keine Sorge, es muss nicht Hollywood sein.
- Kamera: 4K fähig, guter Autofokus (Sony/Canon/Blackmagic).
- Gimbal: Für butterweiche Kamerafahrten ohne Wackeln.
- Objektive: Lichtstarke Festbrennweiten (f/1.4 oder f/1.8) für den unscharfen Hintergrund (Bokeh).
- Mikrofon: Externes Richtmikro für Atmosphäre, Ansteckmikro für das Eheversprechen.
- ND-Filter: “Sonnenbrille” für die Kamera, um bei hellem Licht filmisch zu bleiben.
3Die wichtigsten Momente der Trauung
Hier gibt es kein “Take 2”. Der Videograf muss hellwach sein.
Der Einzug (Emotionen Bräutigam)
Der Ringtausch (Close-Up)
Der erste Kuss
Reaktionen der Gäste (Tränen/Lachen)
Der Auszug (Jubel)
Gratulationen
4Romantische Szenen, die das Video lebendig machen
Das Paarshooting ist die Zeit für Kreativität. Nutze die “Golden Hour” (Stunde vor Sonnenuntergang).
- Hand-in-Hand Spaziergänge (von hinten gefilmt).
- Close-ups von Händen, Ringen und Blicken.
- Slow-Motion Aufnahmen für traumhafte Wirkung.
- Natürliches Lachen und Interaktion, keine steifen Posen.
5Die Stimmung des Abends einfangen
Wenn die Party startet, wird die Kameraführung dynamischer.
Filme die Dekoration und die Hochzeitstorte im Detail. Fange Reden (Audio ist wichtig!) und emotionale Toasts ein. Der Eröffnungstanz ist ein Highlight – nutze hier den Gimbal für Kreisfahrten um das Paar. Später auf der Tanzfläche darf es “dreckiger” und schneller geschnitten sein.
6Der finale Schliff in der Postproduktion
Im Schnitt entsteht der Film erst richtig.
- Auswahl: Nur die besten Szenen verwenden (“Kill your darlings”).
- Color Grading: Ein warmer, konsistenter Look verbindet alle Szenen.
- Musik: Das Herzstück. Die Musik muss die Emotionen tragen und Schnitte setzen.
- Übergänge: Weniger ist mehr. Harte Schnitte wirken oft professioneller als Effekte.


